„Modell Stupino“ hat landesweit Vorreiterrolle

Die Inklusion ist spätestens seit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in aller Munde. Doch wie kümmern sich die Kommunen und Menschen in Ost und West um dieses Thema, und was können sie möglicherweise voneinander lernen? Das steht im Mittelpunkt eines Projektes, das der Förderverein Stupino-Telgte und sein russisches Pendant derzeit durchführen.

Die Inklusion ist spätestens seit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in aller Munde. Doch wie kümmern sich die Kommunen und Menschen in Ost und West um dieses Thema, und was können sie möglicherweise voneinander lernen? Das steht im Mittelpunkt eines Projektes, das der Förderverein Stupino-Telgte und sein russisches Pendant derzeit durchführen.

Die Inklusion ist spätestens seit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in aller Munde. Doch wie kümmern sich die Kommunen und Menschen in Ost und West um dieses Thema, und was können sie möglicherweise voneinander lernen? Das steht im Mittelpunkt eines Projektes, das der Förderverein Stupino-Telgte und sein russisches Pendant derzeit durchführen. Unterstützt wird das Ganze vom Auswärtigen Amt sowie der Stiftung West-Östliche-Begegnungen. Das Besondere dabei: Telgte gehört zusammen mit Suhl, Stuttgart und Emden zu den vier Partnerschaften mit russischen Städten, die bundesweit unter 80 ausgewählt wurden.

Für Klaus Beck, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, war der jüngste Besuch in Stupino vor allem aufgrund des intensiven Einstiegs in die Thematik Neuland. Denn bei insgesamt neun Vorträgen und einigen Besuchen in entsprechenden Einrichtungen in der Partnerstadt bekamen er und die anderen Mitglieder einer kleinen Delegation Einblicke, die bislang in dieser Intensität nicht möglich gewesen seien.

Dabei habe sich herausgestellt, dass die russische Partnerstadt beim Thema Inklusion eine Vorreiterrolle einnehme. „Landesweit wird gerne vom Modell Stupino gesprochen“, sagt Beck. Ein wesentlicher Schwerpunkt sei dabei der Versuch, mögliche Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen und die betroffenen Kinder anschließend gezielt zu fördern. Insgesamt hat Klaus Beck einen sehr positiven Eindruck von vielen Maßnahmen gewonnen. „Es ist beeindruckend, mit welcher Liebe und Professionalität man sich um die Kinder kümmert“, sagt er.

Das Seminar in Stupino war lediglich der Auftakt. Vom 20. bis 23. Oktober ist eine kleine Delegation von Fachleuten aus der Partnerstadt nach Telgte eingeladen. Neben dem Inklusionsplan des Kreises Warendorf geht es dabei um die städtebaulichen Maßnahmen in Telgte zum Thema Barrierefreiheit. Außerdem hat Klaus Beck Kontakt mit den Freckenhorster Werkstätten und dem Hof Lohmann aufgenommen, um so zu zeigen, wie Behinderte gefördert und in das Arbeitsleben integriert werden.

Ende November sollen die Erfahrungen in Berlin ausgewertet werden. Beim nächsten Treffen der deutsch-russischen Partnerstädte im kommenden Jahr in Karlsruhe sollen die Erkenntnisse daraus öffentlich vorgestellt werden.

http://www.westline.de/westfalen/telgte/nachrichten/ln/Modell-Stupino-hat-landesweit-Vorreiterrolle;art1435,2008442

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.